Zentralbank ist die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln

Alles füqt sich

Die politischen Spieler, Zielsetzungen und Möglichkeiten skizziert und besprochen.

Die Landkarte des Finanzsystems mehr als gewinnbringend dargestellt und erläutert.

Die Zeitachse, die der IG Sumpf noch bleibt, behandelt. Oder, um aus dem letzten Podcast zu zitieren: "Zurücklehnen und die Show genießen".

 

 

 

Und passend zum Ablauf meldet sich dieser FREUND und HELFER zurück.

 

Für die einen unverständlicher Nonsense, für die anderen hochgefährliche Kryptoverse ohne Substanz und Realitätsbezug. Wenn man hingegen versteht, wie man es lesen muss, und was man nicht hinein interpretieren sollte. Es also nicht nur als Quatsch abtut, weil es einem Dank mangelnder Vorbildung und defizitärer intellektueller Ausstattung fremd und unbekannt ist. Dann bleiben die Zeilen nicht nur eines der Standbeine für eine dreistellige Performance im bisherigen 2022, sondern auch der unersetzbare Griff in dieser heutigen chaotischen Nebelwand.

Update folgt.


 

SNB im Panikmodus

Er ist einer der wenigen zu 100% verlässlichen Indikatoren, um sicher zu beurteilen, wie stark das Weltfinanzsystem von einer Feuerwalze überrannt wird - die Geschäftigkeit der Schweizer Nationalbank.

"Überraschend" für die Analysten da draußen, die SNB hebte heute ihrerseits auch den Leitzins an und zwar gleich um 50 Basispunkte - von minus 0,75 auf minus 0,25.

 

Chef des Ladens, der Frankenschockler und Totengräber einer ganzen Volkswirtschaft Thomas Jordan begründet den Schritt damit, dass der Schweizer Franken mittlerweile nicht mehr so hoch bewertet sei.

Beim Blick auf den USDCHF Kurs, der trotz eines US-Dollars bei über 100 nur auf der 0,97 rumturnt und der gemessen zum Euro sich mit einer 1,01 schmückt - also Frankenschockniveau, ist das schon eine mehr als dreiste Aussage.

Aber so ist das im Universum der Zentralbanken. Die Lüge ist das täglich Brot.

 

Der Schritt der SNB hat selbstverständlich Auswirkungen. Und interessanter bzw. erfreulicher Weise haben diese nicht primär etwas mit dem Schweizer Franken selbst zu tun. Denn plötzlich kollidiert das Universum der Zentralbanken mit dem Universum der Carry-Trades.

Oder um es mal so auszudrücken: Schon wieder gibt es die gelobten Aktien-Nachkaufkurse, richtig schon wieder. Demnächst wohl auch am 99 Cent Wühltisch eines drittklassigen Gammel-Rasthofes.

 

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Notfallmeeting EZB

Keine 6 Tage ist es her bzw. keine 96 Stunden an Handelstagen, und schon muss der EZB Rat ein Notfalltreffen abhalten.

Und das, wo man doch am letzten Donnerstag so vollmundig getönt hat, dass jetzt die Sterne günstig stünden, Zinsanhebungen vorzunehmen. Die Deutung keineswegs eine Bauchentscheidung. Nein, man versicherte knallharte Fakten und Daten gründlichst mit allem, was an Experten aufzugabeln war, analysiert und durchleuchtet zu haben.

PS: MARKWIRTSCHAFT war zur Datenschau leider nicht eingeladen... 

Stein des angestoßenen Notfaltreffens - und schon wird dem Hörer das Dejavu zu den Ohren raus hängen: Die wachsenden Spreads in den Yields der einzelnen Mitgliedsstaaten. Beim Bundfuture, der bis dato schon auf 142 runter ging, mehr als verständlich.

Nach dem Meeting versprach man neue Tools, ohne aber konkret zu werden. Gleichzeitig log man rotzfrech und widerrechtlich die Eurogemeinschaft an, in dem man behauptet, der von der EZB beklagte Yield-Effekt wäre eine Folge der Pandemie.

 

Resultat des Meetings: Kurzfristige und minimale Entspannung bei den Anleihenkursen. Der Bund Future zurück auf 144. Na was für ein Gewinn... Gleichzeitig auch zu beobachten, die Reaktion des Euro-Wechselkurses: EURUSD schiebt es weiter unter 1,04.

 

Und damit sind wir wieder beim Anfang des hinlänglich bekannten und behandelten gordischen Knotens.

 

Diese Verbrecherbande hat fertig! Und Ende der Durchsage.

 


 

Sankt Nimmerlein ist jetzt | Podcast 16-2022

Bekanntes Meme-Motiv aus Good Fellas. Und nicht ohne Grund in dieser Version.

 

Mittels Financial Repression sorgte man einst für das Überleben der hirnspinnstigen Utopie. Wobei Überleben schon weit übertrieben ist, Verlängerung des Leidensweges ist wesentlich genauer. Selbstverständlich auf Kosten, Vermögen und Lebenszeit von 342 Mio. Bürgern und nachfolgenden Generationen.

Noch genauer ist es, wenn man Financial Repression als das Verbrechen benennt, welches es ist: Es ist schlichtweg der Bruch völkerrechtlich bindender Verträge.

Mit Völkerrecht kennen sich ja die Fans und Hüter des Euros immer gerne aus, besonders dann, wenn es zum Beispiel um Russland und Zar Putin geht.

Also wider des Rechts oder wie der Amerikaner kurz fassen würde OUT OF RIGHT (hallo Outright Monetary Transactions), ist über eine gute Dekade mittels gebrochener Solvenzregeln, gemeinsamer Schuldenhaftung und Staatsfinanzierung per Druckerpresse der liebe Zins des Euro-Raumes ausgeschalten worden, um auch weiterhin die Mär von dessen segensreicher Vitalität erzählen zu können.

Getreu der Devise: Nullzins heute und Konsequenzen am Sankt Nimmerleinstag. Wie ungelegen, dass Sankt Nimmerlein ausgerechnet jetzt schon ist.

 

Übrigens, wenn der Name Putin schon einmal gefallen ist. Die russische Zentralbank hat ihrerseits den Leitzins wieder auf das Niveau vor der militärischen Sonderoperation herabgesetzt.

 

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